Der Irankrieg, das Armageddon und die Wiederkehr Christi
Botschaft von: Stefan Andromis Herbert
Datum: 06.03.2026
Am 28. Februar 2026 begannen Israel und USA den Iran anzugreifen. Die Begründung dafür war allerdings nicht eindeutig. Einerseits hieß es, ein Präventivschlag wäre notwendig, damit der Iran nicht weiter an der Atombombe bauen könne. Andererseits schien es auch um die Befreiung des iranischen Volkes vom Terror-Regime der Mullahs zu gehen.
Doch vielleicht gibt es auch noch einen gänzlich anderen Grund. Verschiedene Medien wie die TAZ brachten Meldungen heraus, dass durch diesem Krieg das Armageddon ausgelöst werden soll. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht dieser Begriff für den Untergang unserer Welt und damit dem Zusammenbruch unserer gesellschaftlichen Ordnung.
Doch warum sollte jemand daran interessiert sein? Weil aus christlicher Sicht nach dem Untergang der bisherigen Welt Jesus Christus wiederkehren und das neue goldene Zeitalter beginnen würde. Dies war für mich sehr erkenntnisreich, denn plötzlich verstand ich die Verhaltensweise der israelischen und US-amerikanischen Politik der letzten zwei Jahre viel besser.
Das Armageddon wird im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes im Kapitel 16, Vers 16 erwähnt und steht in der christlichen Deutung für den Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht zwischen dem Guten und dem Bösen. Davor wird unter anderem von dem Tier und falschen Propheten gesprochen, die zu den Königen der Erde gehen und sie zu dem großen Krieg bewegen.
In dieser Endzeit soll es Blitze, Donner und gewaltige Erdbeben geben. Die große Stadt (Babylon) wird in drei Teile auseinanderbrechen und die anderen Städte der Völker werden untergehen. Nach diesen Naturkatastrophen beginnt die Zeit des Jüngsten Gerichts. Weiter wird im Kapitel 19 von einem von Gott ausgesandten Reiter auf einem weißen Pferd gesprochen, der ab dem Vers 19 die Herrschaft des Tieres beendet.
Nachdem der Teufel oder Satan durch einen Engel gefesselt oder gebannt worden ist, beginnt ab dem Kapitel 20 das tausendjährige Friedensreiche. Dieses entsteht mit der Errichtung der neuen Stadt Jerusalem unter der Herrschaft Gottes und der Wiederkehr Christi.
Die Wiederkehr Christi und des Messias
In den vergangenen Tagen las ich, dass sich evangelikale Christen in den USA genau dieses Armageddon wünschen, damit die Zeit des Tieres endlich vorbei geht und Christus wiederkehren wird. Deshalb glauben sie, dass der Krieg zum Plan Gottes gehört. Ihren Ansichten nach ist Donald Trump von Christus ausgewählt, diese letzte große Schlacht herbeizuführen, damit danach das Neue Zeitalter beginnen kann.
Ich bitte dies nicht misszuverstehen. Ich sehe den US-Präsidenten als einen normalen Menschen, der mit seinem großen Ego eine sehr emotionale und chaotische Politik macht. Doch projiziert diese christliche Gruppe ihre Heilsbringer-Erwartung auf ihn, was natürlich seinem Ego schmeichelt und seinen Machtbestrebungen nützt.
Auch auf israelischer Seite gibt es Erwartungen auf einen kommenden Messias. Deshalb würden radikale orthodoxe Juden sehr gerne den politisch umstrittenen Tempelberg wieder für sich zurückerobern, um den dort befindlichen Felsendom zu zerstören, der ein bedeutsames islamisches Heiligtum ist. Dann wäre der Platz wieder frei für die Errichtung des seit 2000 Jahren ersehnten dritten Tempels von Jerusalem. Doch dazu müsste der Erzfeind Iran vernichtet oder stark geschwächt werden.
Wenn dies wahr ist, hat der Irankrieg nicht nur einen wirtschaftlichen oder machtpolitischen Hintergrund, sondern einen religiösen. Donald Trump und Benjamin Netanjahu wären dann nicht die wirklichen Akteure, sondern führen nur die unterschiedlichen Pläne von radikalen religiösen Gruppierungen ihres Landes aus.
Auch wenn die Gruppieren ganz unterschiedlichen Glaubensrichtungen angehören, so eint sie doch der Wunsch nach der Auslöschung des Bösen und die Wiederkehr der Herrschaft Gottes auf Erden. Hier zeigt sich für mich auch die tiefe Verflechtung der drei Religionen, die mit dem biblischen Abraham eine gemeinsame Wurzel haben.
Schon in den 1990er Jahren hatte ich mich mit der Offenbarung des Johannes beschäftigt und sah darin eine Prophezeiung für den Aufstiegsweg ins Licht. Die Wiederkehr Christi stand für mich symbolisch für das Erwachen des Christusbewusstseins in uns. In dieser Interpretation besteht das Jüngste Gericht aus dem innerlichen Erlösen unseres Leidens, durch die Heilung unserer seelischen Wunden und Verletzungen und das Annehmen aller Ängste und Schuldgefühle.
Das durch die Christen nach außen projizierte Armageddon wird dabei zu einem inneren Leuterungsprozess für unsere Bewusstseinsentwicklung. Damit ist die Wiederkehr Christi auch kein äußerlicher Prozess, durch den Christus als Mensch oder in göttlicher Gestalt wieder auf der Erde erscheint, sondern ein inneres Geschehen für jene, die bereit für diese Veränderung sind.
Ismael und Isaak
Dann gibt es noch einen anderen Konflikt, der nun auch seine Erlösung finden könnte: der ewige Kampf zwischen den Brudervölkern der Juden und der Araber, politisch erkennbar an der fehlenden Anerkennung Israels durch den Iran. Dieser Konflikt reicht aus meiner Sicht bis zurück in die Zeit Abrahams und wird im 1. Buch Mose, Kapitel 16 beschrieben.
Da seine Frau Sara jahrelang kein Kind von ihm bekam, vereinte er sich mit ihrer Zustimmung mit seiner Magd Hagar, die ihm seinen erstgeborenen Sohn Ismael gebar. Dieser wurde zum Stammvater des arabischen Volkes. Danach gebar ihm seine Frau dann doch den nun zweitgeborenen Sohn Isaaks, dem Stammvater des Volkes Israel.
Da aus jüdischer Sicht Ismael unehelich geboren wurde und somit kein rechtmäßiger Nachkomme Abrahams war, bekam er die ihm aus islamischer Sicht gebührende Anerkennung in Form des väterlichen Segens nicht. Detaillierter beschreibe ich dies in einem Beitrag auf meiner Webseite unter https://spiritlight.de/der-bruderkonflikt-zwischen-den-juden-und-den-arabern/
Doch kann Iran den Staat Israel nicht anerkennen, da dies auch die Anerkennung des zweitgeborenen Sohnes Isaak bedeuten würde und damit würden sie sich selbst ihre Anerkennung als Nachfahre Abrahams verweigern. Dies ist für mich der ursächliche Grund für den großen Konflikt der Israelis mit der arabischen Welt einschließlich dem Libanon und Palästina.
Die höhere Bedeutung
Was bedeutet dies nun für uns? Wir befinden uns in einer polaren Welt, die geprägt ist von der großen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Die von ihr ausgelösten Dramen existieren seit vielen Jahrtausenden und zeigen sich nicht nur in den heiligen Schriften Europas und Asiens, sondern sind auch Teil unserer Sagen- und Märchenwelt.
Das Armageddon ist für mich die finale Eskalation der seit Jahrtausenden stattfindenden Auseinandersetzungen dieser beiden Pole, welche sich am Ende gemeinsam auflösen werden. Dann gibt es kein Gut und Böse mehr, dann gibt es nur noch das Licht, die Einheit oder aus religiöser Sicht das Reich Gottes.
Für mich bedeutet dies, dass wir uns nicht mit der einen oder anderen Seite identifizieren sollten, sondern beide Seiten als gleichwertig betrachten und in unserem Inneren vereinen sollten. Denn jeder von uns hat gute wie schlechte Eigenschaften in sich, so wie wir auch alle männliche und weibliche Anteile haben.
Wenn wir diese guten und schlechten Aspekte in uns in Harmonie bringen, finden wir in das wahrhaftige ganzheitliche Bewusstsein. Dadurch ziehen wir auch keine polarisierten Kräfte im Außen mehr an und werden von keiner der beiden Seiten angreifbar.
Dies ist seit vielen Jahren mein spiritueller Weg, den ich auch in meiner Heil- und Bewusstwerdungsarbeit mit einbringe. Wie ich dich hierbei auf deinem Weg in die Einheit des göttlichen Seins unterstützen kann, findest du auf meiner Webseite unter https://andromis.de/



