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Die Bedeutung von Gemeinschaften und das Übel der Rechthaberei

Von Stefan Andromis Herbert - Datum: 31.07.2016


Mit den Attentaten und Amokläufen der letzten Wochen in Frankreich, Belgien und Deutschland, sowie dem Putschversuch in der Türkei kommt es mir vor, als ob sich die Tore der Unterwelt aufgetan haben. Seitdem scheint mir, als ob alles Dunkle, was bisher dort im Verborgenen lebte, in unsere Welt drängt und die Menschen beeinflusst, die ängstlicher und aggressiver reagieren und nach immer mehr Sicherheit und Ordnung schreien. In den USA ist dies nicht anders. Wie sonst könnte ein Mensch, wie Donald Trump Präsidentschaftskandidat werden? Auch kommt dort ein Rassenhass zwischen Schwarzen und Weißen wieder hoch, welcher in den letzten Jahrzehnten überwunden zu sein schien.

Doch im Grunde genommen sind das alles nur Phänomene unserer Zeit. Auch der Kampf des Islamischen Staats (IS) gegen den Westen ist nur eine andere Ausdrucksweise unserer aktuellen Zeitqualität. Für mich geht es hierbei auch nicht um die Auseinandersetzung zwischen den Religionen, die oft als das Übel betrachtet werden: Sunniten gegen Schiiten, Moslems gegen Christen, usw. Der Glaube wird nur missbraucht als Mittel zum Zweck, möglichst viele Menschen für eigene machtpolitische Ziele einzuspannen. Über die Religionen kann man einen klaren Feind definieren, den es zu bekämpfen gilt. Nichts anderes machen auch die Nationalisten und Rechtsextremen auf der politischen Ebene.


Unsichere Zeiten

In unsicheren Zeiten wird das Bedürfnis der Menschen nach Gemeinschaft immer größer. Neben finanziellen und wirtschaftlichen Ursachen im Außen, bewirkt dies bei vielen auch ein inneres Gefühl von Unsicherheit über das eigene Leben und den eigenen Platz in der Gesellschaft. Was ist noch richtig und was ist falsch? Wie wirkt sich die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung auf mein Leben aus? Wo kann ich wirklich Halt finden? Was für einen Sinn hat unser Leben überhaupt?

Für mich führt dies zu einem stärkeren Bedürfnis nach Gemeinschaften. Dabei verlagert sich der Fokus weg von den Blutsfamilien hin zu Gemeinschaften mit Gleichgesinnten. Seit Jahren interessieren sich immer mehr ganzheitlich oder spirituell orientierte Menschen für das Wohnen in alternativen Gemeinschaften oder in Mehrgenerationen-Häuser. In solchen unsicheren Zeiten kann ich mir deshalb gut vorstellen, dass Menschen verstärkt religiöse Gemeinschaften suchen. Der Islam vermag da mit seinen festen Ritualen sicherlich vielen Menschen einen Halt geben, den sie anderswo nicht finden. Zu diesen Ritualen zähle sich nicht nur die festen Gebetszeiten, sondern auch das gemeinsame Feiern. Das Einnehmen von gemeinschaftlichen Mahlzeiten, wie beim Fastenbrechen während des Ramadan, vermag da sicherlich ein wertvolles Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen.

Und wie sieht es bei uns im Westen aus? Die christlichen Kirchen sind für viele kein Ort mehr, an denen sie Gemeinschaft suchen. Gleichgesinnte finden sich am ehesten in Freundeskreisen. Facebook kam da genau zur rechten Zeit und hat eine Online-Gemeinschaft angeboten, in der wir Gleichgesinnte finden und online Freundschaften schließen können. Der rasante Aufstieg von Facebook und anderen sozialen Netzwerken zeigt mir, dass hier ein großes Bedürfnis gewesen ist, welches auf andere Weise nicht befriedigt werden konnte. Aus dieser Perspektive erscheint mir, das für mich bisher immer unverständliche Fotografieren von Essen und das Teilen dieser Fotos mit den Online-Freunden, wie ein Versuch der Befriedigung unseres Bedürfnisses nach dem Einnehmen gemeinschaftlicher Mahlzeiten.

Die sozialen Netzwerke befriedigen auch auf wunderbare Weise unser Bedürfnis nach Begegnungen mit Menschen, die genauso denken wie wir. Diese Systeme analysieren unsere Interessen aus den Themen, nach denen wir das Netz durchsuchen und bieten uns dann den Themen entsprechende Kontakte und gefilterte Mitteilungen an. Das ist natürlich toll, denn dadurch fühlen wir uns verstanden und angenommen, was auch oft die Ursache ist, weshalb wir Gleichgesinnte suchen. Doch hat es auch seine Schattenseiten, wenn wir dadurch kaum noch in Kontakt mit anderen Meinungen kommen, den Umgang mit ihnen verlernen und dann beginnen, das zu verurteilen, was uns fremd geworden ist.


Was ist Wahrheit?

Diese neuen Medien sind für mich deshalb Meinungsverstärker. Wer zum Beispiel sehr an die politischen Verschwörungen glaubt, bekommt bei Facebook auch nur Nachrichten, welche diese Meinung bestätigen. Andere Sichtweisen erreichen den Nutzer kaum noch, weshalb er verstärkt zu dem Eindruck gelangen könnte, dass dies wirklich die Wahrheit ist. Es muss doch so sein, wenn so viele andere auch diese Ansichten vertreten.

Ich war auch mal ein glühender Anhänger der Verschwörungstheorien. In der Zwischenzeit habe ich mich davon gelöst. Aber ich glaube gleichzeitig auch nicht alles, was unsere Regierungen dazu erklären. Wenn zwei Menschen sich streiten, wer von den beiden Recht hat, dann bin ich der Meinung, dass die Wahrheit in der Regel in der Mitte liegt. Sie liegt immer in der Wahrnehmung des Betrachters und darum haben für mich immer beide Recht, jeweils aus ihrer individuellen Sichtweise. Kann es bei den Verschwörungen genauso sein? Dann sind sie auch nur immer ein Teil der wirklichen Wahrheit.

Die wirkliche Wahrheit kann aber nur eine aus einer höheren Sichtweise oder Quelle sein. Eine irdische Wahrheit ist immer relativ. Jeder Mensch denkt, was er in sich fühlt, ist wahr. Es ist für ihn wahr. In unserer Welt gibt es immer zwei Pole und wenn wir uns eine Meinung bilden, müssen wir uns für einen Pol entscheiden. Sind wir regierungsgläubige Menschen oder glauben wir an Verschwörungen? Sind wir Anhänger des Neo-Liberalismus oder eher sozial eingestellt? Glauben wir an Allah oder an Jesus? Sind wir für vegane Ernährung oder dagegen? Die sozialen Medien stärken dieses polare Denken und unterstützen damit eskalierende Prozesse in unserer Gesellschaft. Wie gefährlich dies werden kann, sehen wir gerade in Deutschland an den rechtspopulistischen Bewegungen der Pegida und der AfD.

Doch vermögen wir dadurch nur kurzfristige und auch nur unfertige Antworten zu finden, denn wir berücksichtigen ja nur die eine Hälfte der Wahrheit. Den anderen Teil verurteilen und verdrängen wir. Stabile und wirklich zufriedenstellende Lösungen können aber aus meiner Sicht nur ganzheitliche Lösungen sein. Doch möchte ich die Medien dafür nicht verurteilen, denn sie sind nicht die Ursache, sondern auch nur ein Symptom. Die Ursache liegt für mich in unserem Denken, in unserem Umgang mit der eigenen Meinung und den Meinungen anderer. Sie hat auch mit unserem Bedürfnis zu tun, Recht haben zu wollen.


Die Ursachen von Rechthaberei

Ein Recht auf Rechthaben oder auch auf Gerechtigkeit gibt es in dieser Welt aber nicht. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr polarisiert wird, ist es für mich umso wichtiger, diese Sichtweise loszulassen und in Situationen, in denen die Emotionen zu sehr überhand nehmen, sich darum zu bemühen, ruhig und gelassen zu bleiben. Nur aus der ruhenden Mitte oder bildlich gesprochen „in dem Auge des Hurrikane“ sind wir in der Lage, unser bisheriges Verhalten ehrlich zu hinterfragen und nicht nur Lösungen zu unserem eigenen Vorteil zu finden, sondern zum Wohle aller.

Eigentlich liegt die Ursache des Übels in unserer Welt sogar darin, dass wir ein fehlendes Selbstwertgefühl oder eine fehlende Anerkennung durch Rechthaberei auszugleichen versuchen. Wir erleben in uns einen energetischen Mangel, den wir aufzufüllen vermögen, wenn wir von unseren Mitmenschen (energetisch) Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommen. Wir fühlen uns dann wieder er-füllt und natürlich bestätigt. Weil sich dies für uns so gut anfühlt, entwickeln wir bereits am Anfang unseres Lebens Verhaltensmuster, um mehr von dieser energetischen Anerkennung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Je mehr wir dadurch von unserer Umwelt bestätigt werden, desto besser fühlt es sich an.

Zur eigenen Bewusstwerdung ist es wichtig, sich selber zu reflektieren, diese Verhaltensmuster zu erkennen (sie anzuerkennen), und damit aufzulösen. Dadurch spüre ich seit einiger Zeit in mir in vielen Situationen nicht mehr das Bedürfnis, Rechthaben zu müssen. Natürlich klappt es noch nicht immer, aber ich arbeite daran. Doch fühlt es sich für mich innerlich sehr gut an, wenn ich alle unterschiedlichen Meinungen um mich herum anhören und für mich ganz frei entscheiden kann, ob ich bei meiner eigenen Meinung bleibe oder mir eine andere Meinung stimmiger erscheint. So ist ein offener und konstruktiver Austausch möglich, der für alle höchst inspirierend sein kann

Mir sind auch persönliche Begegnungen immer wichtiger gewesen, als reine Online-Kontakte, weshalb ich auch gerne Veranstaltungen organisiere. Erfahrungen zeigten mir, dass man über das Internet zwar gut Kontakte knüpfen und Treffen organisieren kann, doch sie ersetzen niemals persönliche Begegnungen. Erst wenn ich mich mit jemanden mal persönlich unterhalten habe, so fühle ich diese Person und vermag sie wirklich einzuschätzen. Das Internet mit seinen modernen Medien kann uns sehr nützlich sein, doch es vermag uns keine persönlichen Begegnungen in einem offenen und herzlichen Austausch zu ersetzen.

Unsere Welt hat sich technologisch sehr verändert, vielleicht vermag der moderne Mensch in dem Umgang mit den rasanten gesellschaftlichen Veränderungen nur nicht Schritt zu halten. Weil wir uns durch die technologische Entwicklung auch von uns selbst entfernt haben, vermag uns das Internet vorzugaukeln, dass wir viele sind und zudem alle miteinander verbunden. Doch eine wahrhaftige Gemeinschaft mit dem Gefühl von tiefer Freundschaft entsteht nur, wenn wir Nähe zulassen und uns mehr füreinander öffnen.


Die Göttliche Kraft aus der Unterwelt

Und was machen wir nun mit dem, was aus der „Unterwelt“ alles hochkocht? Würde alles wieder gut werden, wenn wir versuchen, die Tore wieder zu schließen? Mit „Unterwelt“ meine ich unser eigenes Unbewusstes, unsere eigenen inneren Schattenaspekte. Die Tore dorthin vermögen wir nur schwerlich zu schließen. Es ist, wie ein mit heißen Wasser überkochender Topf. Wir können zwar den Deckel auf den Topf mit immer stärkeren Druck niederdrücken, doch das Wasser wird weiterhin überkochen, wenn wir uns nicht mit der Flamme unter dem Topf beschäftigen, die das Wasser weiter erhitzt.

Diese Flamme, welche uns unsere Schattenseiten (das kochende Wasser) immer stärker bewusst macht, ist unsere innere göttliche Kraft, die unser Leben lenkt. Deshalb vermögen wir auch nur mit ihrer Hilfe eine Veränderung in unserem Leben und damit auch in der ganzen Welt zu bewirken. Vertrauen wir ihr, dann führt sie uns zum Erkennen, dass wir einzigartige göttliche Wesen auf einem einzigartigen göttlichen Planeten sind.

Dann erkennen wir, dass alles seinen Sinn hat. Die sich öffnenden Tore zu unserer Unterwelt, der IS und seine Attentate, die Rolle der sozialen Medien, der Brexit in Groß-Britannien und all unsere großen und kleinen persönlichen Probleme. Alles ist Teil eines großartigen Spiels. Das Ziel des Spiels ist die Bewusstwerdung unseres göttlichen Potentials. Auf diesem Weg haben wir im Grunde genommen zwei Möglichkeiten. Entweder wir erkennen unser Potential, in dem wir es auf zerstörerische Weise gegen uns und gegen diese wunderbare Welt nutzen, oder wie verwenden es im konstruktiven Sinne und verwirklichen den Himmel auf Erden.

Welchen der beiden Pfade wir für unsere Weiterentwicklung gehen wollen, entscheidet jeder für sich individuell und kollektiv für die ganze Menschheit. Wie entscheidest Du Dich?






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